// Was wir machen
JKHD entwickelt quantitative Handelssysteme — und verwaltet damit Kapital von Proprietary Trading Firms.
Quantitativ bedeutet: regelbasiert und datengetrieben. Das System trifft Entscheidungen ohne Bauchgefühl, Emotionen oder Diskretion. Jede Aktion — vom Einstieg bis zum Ausstieg — folgt vorab definierten, mathematischen Parametern.
Eine Prop-Firma stellt qualifizierten Händlern Kapital zur Verfügung. Wer deren Regelwerk einhält, handelt Konten der Firma und erhält eine Gewinnbeteiligung. JKHD verwaltet derzeit Konten bei sieben Anbietern: FundedNext, Topstep, Apex, Lucid, The5ers, TPT und FTMO.
Das aggregierte Kontovolumen beträgt 28.000.000 € (Einzelkonten von 50.000 $ bis 300.000 $). Wir handeln diese Konten über ein zentrales System. Voraussetzung dafür ist, dass das System zwei Kernaufgaben beherrscht:
- Mustersignale identifizieren, die statistisch signifikant über dem Zufall liegen.
- Jede Regel jeder Firma in Echtzeit und ohne Ausnahme durchsetzen.
Das Projekt
Von außen betrachtet sieht man eine automatisierte Handelssoftware. Dahinter steht eine viergliedrige Systemarchitektur:
Das Kapital stammt von Prop-Firmen
Die Partnerfirma stellt das Kapital, definiert die Rahmenbedingungen und trägt das finanzielle Risiko des Marktes. Wir stellen die Ausführungslogik — und tragen das operationelle Risiko: Ein Regelverstoß führt zum sofortigen Kontoverlust inklusive aller aufgelaufenen Gewinne. Deshalb steht die regelkonforme Systemgrenze bei uns strikt über dem Profit.
Ein System, viele Konten
Jede Firma nutzt individuelle Verträge. Ein Trade, der bei Anbieter A erlaubt ist, kann bei Anbieter B zur Sperre führen. Das System evaluiert Signale daher separat pro Konto. Über alle Konten hinweg gilt ein globales Hedging-Verbot: Gegenläufige Positionen auf zwei Konten im selben Markt werden systemisch blockiert.
Exposition und Hebelwirkung
Durch die Hebelwirkung von Futures-Kontrakten entspricht das bewegte Marktvolumen einem Vielfachen des hinterlegten Kapitals. Bei maximaler Auslastung einer Position bewegt das System ein Handelsvolumen von bis zu 560.000.000 € (über 1 Milliarde USD Order-Durchsatz für den vollständigen Cycle aus Kauf und Verkauf).
Da viele Prop-Firmen Orders intern matchen oder über eigene B-Book-Modelle abwickeln, wird dieses Volumen nicht vollständig in das echte Orderbuch der Börsen durchgereicht. Für unsere Ausführung ist das ein Vorteil: Extrem große Positionen erzeugen dadurch keinen negativen Slippage- oder Markt-Impact-Effekt.
Schattenbetrieb vor Live-Freigabe
Bevor ein System reales Kapital verwaltet, durchläuft es den Schattenbetrieb. Es führt alle Berechnungen und Logiken unter Echtzeit-Marktbedingungen aus, jedoch ohne Kapitalbindung. Erst wenn jede Schnittstelle und jede Regelgrenze einwandfrei validiert ist, erfolgt die Liveschaltung.
Regeln der Firmen
Ein Regelverstoß bedeutet den direkten Kontoverlust — unabhängig davon, ob er durch Marktbewegungen, Softwarefehler oder Falscheingaben entsteht. Das System ist darauf ausgelegt, menschliche und technische Fehler auszuschließen.
Verlustgrenzen (Daily & Max Drawdown)
Das System berechnet vor jedem Ordereingang das maximale Verlustrisiko der Position. Droht eine Tages- oder Gesamtverlustgrenze berührt zu werden, wird der Trade gar nicht erst generiert. Trailing-Drawdowns werden in Echtzeit auf Tickebene mitberechnet.
Konsistenzregeln
Bei Firmen mit Konsistenzklauseln (z. B. Max-Gewinn pro Tag max. X % des Gesamtgewinns) drosselt das System die Positionsgrößen dynamisch, damit kein einzelner Handelstag das Konto blockiert.
Parameter & Handelszeiten
Maximale Kontraktanzahl, erlaubte Asset-Klassen und feingranulare Time-Windows. Das System schließt Positionen automatisch vor News-Events, Börsenschluss oder Feiertagen. Auch abweichende Sommerzeit-Umstellungen zwischen den USA und Europa sind hartcodiert.
Restriktionen & Verbotene Strategien
Automatischer Ausschluss von Latency-Arbitrage, Cross-Account-Hedging oder Mikrokontrakten zur Regelumgehung. Auf Plattformen, die automatisierte Systeme verbieten, erfolgt die Signalgenerierung über das System, die finale Ausführung jedoch manuell.
Auszahlungslogik
Das System überwacht die einzuhaltenden Mindesthandelstage, Puffer-Guthaben und Auszahlungsfenster. Vor jedem Payout-Antrag führt ein Prüfskript eine Vollanalyse aller Kriterien durch.
Automated Compliance Monitoring
Verträge und AGBs ändern sich unangekündigt. Ein automatisierter Wächter ruft täglich die Regelwerke aller Partnerfirmen ab und vergleicht sie auf Text- und Strukturebene. Bei Abweichungen werden neue Trades für den betroffenen Anbieter sofort gesperrt, bis eine manuelle Überprüfung erfolgt.
Weg einer Idee
Jede Strategie durchläuft einen mehrstufigen Filterprozess. Das Ziel ist nicht das Bestehen, sondern das frühestmögliche Verwerfen fehlerhafter Hypothesen.
Hypothese
Formulierung einer Markt-Anomalie (z. B. Momentum-Ineffizienzen oder Mean-Reversion).
Out-of-Sample-Validierung
Die Parameterfindung erfolgt strikt auf historischen In-Sample-Daten. Die Performance-Prüfung erfolgt ausschließlich auf unberührten Out-of-Sample-Datenreihen.
Statistische Signifikanz
Durchführung von Monte-Carlo-Simulationen und Data-Mining-Bias-Tests. Eine Idee wird verworfen, wenn ihr Ergebnis nicht signifikant besser ist als das zufälliger Trades.
Kosten- & Execution-Model
Abzug von realistischen Kommissionen, Gebühren und marktkonformem Slippage.
Schattenbetrieb
Ausführung im papierlosen Live-Umfeld zur Überprüfung der Latenzen und Schnittstellen.
System-Monitoring
Automatisierte Heartbeat-Signale überwachen den Prozess. Fällt das Signal aus, greift ein externer Watchdog-Prozess und setzt das System in einen sicheren Zustand zurück.
Fail-Safe & Sicherheit
Limitierte Risikogrenzen
Fehlt dem System eine Konfigurationsgrenze für das Risiko, verweigert es den Start (Fail-Closed-Prinzip).
Controlled Emergency Stop
Der Not-Aus blockiert die Generierung neuer Trades. Bestehende Positionen werden nicht ungeprüft in den Markt geworfen, sondern nach vordefinierten Ausstiegsregeln geordnet beendet.
Strict Read-Only Intervention
Manuelle Eingriffe können das Risikoprofil des Systems jederzeit senken oder sperren, aber niemals manuell erhöhen.
Keine Inferenz-Entscheidungen
Wenn Daten fehlerhaft, unvollständig oder unklar übermittelt werden, interpretiert das System nicht, sondern verharrt im gesicherten Zustand ohne Marktexposition.
Risikoprofil
Das Risiko von JKHD ist mathematisch determiniert und strikt limitiert.
Das System kennt sein maximales Risiko in jeder Millisekunde auf den Cent genau. Risikomanagement bedeutet bei uns nicht, Hoffnungen auf einen Ausstieg zu setzen, sondern Verlustobergrenzen vor der Orderplatzierung unumstößlich festzulegen.
Wo menschliche Marktteilnehmer auf Bauchgefühl setzen, operiert JKHD innerhalb harter, vorberechneter Systemgrenzen.
Schreiben Sie uns.
Ein Satz genügt: wer Sie sind und worüber Sie sprechen möchten. Auf E-Mails antwortet ein Mensch, kein Programm.
Kontakt aufnehmen kontakt@jkhd.de